Warum Banken in Social Media nicht mehr zurückbleiben dürfen – Chancen & Risiken

Mann sitzt vor dem Laptop mit seinem Smartphone und betrachtet lächelnd seine social media Kanäle

Die Finanzwelt befindet sich im schnellsten Wandel ihrer Geschichte. Digitale Banken, FinTechs und neue Kundengenerationen verändern massiv, wie Bankgeschäfte funktionieren. Doch während Produkte und Prozesse digitaler werden, bleiben viele Banken im Marketing und Vertrieb noch immer erstaunlich analog. Klassische Werbung, Filialpräsenz und regionale Events reichen nicht mehr aus, um neue Kunden anzuziehen oder qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Social Media ist längst kein “nice to have” mehr – für Banken ist es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

1. Der Kunde von heute erwartet digitale Nähe

Egal ob Privatkunde oder Unternehmer: Bevor ein Kontakt zur Bank entsteht, findet online eine Recherche statt.
Kunden vergleichen Beratungsangebote, suchen nach Empfehlungen und orientieren sich stark an Authentizität und Transparenz.

Banken, die in Social Media kompetent, nahbar und serviceorientiert auftreten, gewinnen deutlich mehr Vertrauen als jene, die unsichtbar sind.

2. Konkurrenz durch FinTechs & Direktbanken

Moderne Anbieter punkten mit:

  • klarer digitaler Sprache
  • aktiver Social-Media-Präsenz
  • verständlichen Erklärvideos
  • einfachen Prozessen

Wenn Banken weiterhin nur über klassische Kanäle kommunizieren, verlieren sie Schritt für Schritt Zugang zu neuen Kundengruppen – besonders zu Millennials und Gen Z.

3. Social Media im Bankvertrieb: Ein unterschätzter Umsatztreiber

Durch Social Media lassen sich…

  • qualifizierte Leads generieren
  • bestehende Kunden aktivieren
  • Cross-Selling-Potenziale heben
  • Beratungsgespräche digital starten
  • digitale Markenbotschafter aufbauen

Vor allem Plattformen wie LinkedIn, Instagram und YouTube sind für Banken enorm wirkungsvoll.

4. Mitarbeiter als digitale Markenbotschafter

Die erfolgreichsten Banken nutzen ihre eigenen Beraterinnen und Berater als authentische Stimmen nach außen.
Denn: Menschen kaufen von Menschen.

Ein Berater, der regelmäßig über:

  • Finanzierungstipps
  • Vermögensaufbau
  • Fördermittel
  • Fallbeispiele

spricht, wird schnell zum lokalen Experten – und damit zum Kundenmagneten.

5. Recruiting: Mangel an Fachkräften? Social Recruiting löst das Problem

Qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden, ist für viele Banken eine Herausforderung.

Social Recruiting erreicht:

  • junge Talente
  • Quereinsteiger
  • branchenerfahrene Fachkräfte

viel effektiver als Printanzeigen oder Karrieremessen.

Mit authentischen Videos, Teamvorstellungen, Azubi-Insights und zeitgemäßen Employer-Branding-Strategien wird eine Bank plötzlich attraktiv statt austauschbar.

6. Risiken, die Banken im Griff haben müssen

Natürlich gibt es Herausforderungen – doch keine unlösbaren:

  • Compliance & Datenschutz
  • klare interne Social-Media-Guidelines
  • seriöse Markenkommunikation
  • verantwortungsvolle Beratung

Mit professioneller Unterstützung lassen sich alle Risiken sicher beherrschen.

Fazit: Banken, die Social Media aktiv nutzen, werden in den nächsten Jahren die Gewinner sein

Social Media ist nicht nur ein Marketingkanal – es ist der Motor für:

  • Vertrauen
  • Sichtbarkeit
  • Vertrieb
  • Recruiting
  • Markenaufbau

Wer jetzt handelt, setzt sich frühzeitig vor die Konkurrenz und sichert sich digital Marktanteile, bevor andere beginnen aufzuwachen.

Auch wenn Sie schon einzelne Kanäle nutzen, werden diese Kanäle meist zufällig und ohne Plan bespielt. Das Gute ist: Sie sind wenigstens in den sozialen Medien irgendwie präsent. Ziele werden Sie damit aber nicht erreichen. Im Rahmen einer strategischen Positionierung macht es Sinn, sich über die obengenannten Schritte Gedanken zu machen und diese in einer Strategie schriftlich zu fixieren.

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, das nächste Level zu erreichen und social media mit Plan zu machen, dann lassen Sie uns doch einfach reden. Ich freue mich auf unseren Austausch. Einfach email an: info@mono4.com

Google for Jobs – Der Boost für Ihre Stellenanzeige?

Seit Mai 2019 ist Google for Jobs da! Schon heute beginnen fast 80% aller Jobsuchen in Google. Da erstaunt es nicht, dass Google einen eigenen Algorithmus für Stellenausschreibungen entwickelt hat, der Jobs direkt in den Suchergebnissen anzeigt: Google for Jobs. Nachdem in den Suchergebnissen Google for Jobs unmittelbar nach den bezahlten Einträgen, aber noch vor allen anderen Suchergebnissen ausgespielt wird, lohnt es sich auf jeden Fall, sich diese neue Funktion anzusehen.

Google for Jobs ist keine neue Stellenbörse

Durch diese neue Job-Box wird sich die Darstellung auf der ersten Google-Suchergebnisseite verändern. Die Seite startet oben wie bisher mit drei bis vier Anzeigen, dann kommt die Job-Box und danach bleibt noch Platz für zwei bis drei organisch erzeugte Treffer. Da die zweite Google-Suchergebnisseite so gut wie keine Beachtung findet, wird es wichtig, einen der Anzeigenplätze und einen der Plätze in der Box zu bekommen. Google for Jobs ist keine neue Stellenbörse. Es ist Arbeitgebern also nicht möglich, Stellenanzeigen direkt bei Google hochzu­laden. Google wird Stellenanzeigen automatisch suchen, finden und für die Jobsuchenden aufbereiten.

Wie sieht Google for Jobs den eigentlich aus?

Google for Jobs ist eine Art Jobsuche innerhalb der Google-Suchergebnisse. Dabei durchsucht der Algorithmus von Google for Jobs das Internet (Jobbörsen, Karriereseiten, Unternehmensseiten, Karriereseiten, Stellenbörsen) nach Stellenanzeigen und liefert diese direkt vor den normalen Suchergebnissen aus. Nach einer Suchanfrage wie z. B. »Ausbildung in Regensburg« werden offene Positionen direkt über allen anderen Suchergebnissen in einer blauen Box dargestellt. Mobil nimmt diese Job-Box sogar den ganzen Bildschirm ein, sodass weitere Suchergebnisse nur durch scrollen angezeigt werden können. Klick man dann darauf, gelangt man in das eigentliche Job Center.

Zusätzlich kann die Suchanfrage dann über verschiedene Filter weiter eingegrenzt werden. Mit einem Klick auf »weitere Stellenangebote« gelangt man auf die eigentliche Jobseite, auf der alle gefundenen Jobs angezeigt werden, die man auch nach verschiedenen Kategorien filtern kann wie z. B. Entfernung. 

Was muss ich jetzt tun, um bei Google for Jobs gelistet zu werden?

Google for Jobs benötigt strukturierte Daten, um Stellenanzeigen erkennen und darstellen zu können, und die Google signalisieren: »Ich bin’s, eine Stellenanzeige!«. Zu den wichtigsten Signalen gehört beispielsweise die Stellenbezeichnung, die Stellenbeschreibung, der Einsatzort, das Unternehmen, ob eine Stelle Voll- oder Teilzeit angeboten wird und ähnliches mehr. Mit Hilfe dieser Informationen kann Google for Jobs eine Stellenanzeige auch als solche erkennen und dann in den Suchergebnissen darstellen. Sie merken schon, die Stellenausschreibung als .pdf auf der homepage zu hinterlegen, ist und war keine gute Idee, die aber immer noch gerne praktiziert wird.

Was ist im einzelnen zu tun?

Schritt 1:

Die gewünschte Unterseite muss durch Google gecrawlt werden können. Die Unterseite darf nicht durch die robots.txt Datei oder einem Meta-Tag blockiert sein.

Schritt 2:

In den Hostlast-Einstellungen muss eine hohe Crawling-Frequenz zulässig sein.

Schritt 3:

Gewünschte Stellenausschreibung muss als HTML Unterseite in der Domain eingebunden sein. Nicht als PDF-Datei. Die Google Richtlinien müssen eingehalten werden.

Schritt 4:

Strukturierte Daten erstellen, testen und anschließend im Quellcode der gewünschten Unterseite implementieren.

Schritt 5:

Falls die Stellenausschreibung auf der Website unter verschiedenen URLs aufrufbar ist, muss ein Canonical Tag für die Original Seite angegeben werden.

Über die „lastmod“ Information in der XML Sitemap weiß die Suchmaschine, wann das Dokument zuletzt modifiziert wurde und wird dieses entsprechend crawlen.

Die Folgen für den Online-Stellenmarkt

Google for Jobs wird den Online-Stellenmarkt hierzulande ordentlich in Bewegung bringen. Man muss kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass die Google-Nutzer in Deutschland die neue Jobsuche gut annehmen werden, da sie daraus viele Vorteile ziehen. Zum einen suchen die Jobinteressenten nur noch in einer bereits bekannten und akzeptierten Quelle – nämlich Google – und sparen sich die Zeit, viele Portale zu durchsuchen. Durch entsprechende Filterfunktion können sie ihre Suche stark verfeinern. Und über einen Alert erhalten sie neue Job-Angebote. Stellenbörsen, die die Vorgaben von Google nicht erfüllen, werden von den inserierenden Unternehmen zukünftig sicherlich auf den Prüfstand gestellt werden.

Übrigens: Auch Ihre Karriereseite sollte von Google for Jobs gefunden werden können, denn Karriereseiten werden von Google bevorzugt behandelt.

Fazit

Wird Google for Jobs die Stellensuche revolutionieren? Nach derzeitigen Stand eher nicht. Dennoch sollte man immer die Marktstellung von Google im Auge behalten. 80% aller Job-Suchen erfolgen auf Google, da wäre es grob fahrlässig, beim heutigen Fachkräftsmangel, diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Dennoch werden auch in Zukunft beim war of talents Faktoren, wie z. B. eine starke Arbeitgebermarke, weiterhin eine bestimmende Position einnehmen. Trotzdem muss das Stellenangebot erstmal von passenden Bewerbern gesehen werden. Und da sind wir wieder bei Google for Jobs.

Und jetzt probieren Sie es doch einfach mal aus, ob Google Ihre Stellenanzeige findet.

Wenn Sie mit den Suchergebnissen nicht zufrieden sind, lassen Sie uns doch einfach reden. Schicken Sie uns eine mail an info@mono4.com.